Wir alle sind gerne positiv gespannt, leider zu oft angespannt und am liebsten immer entspannt. Spannung im Sinne von Neugier steigert das Interesse und motiviert uns Menschen dazu, unsere Umwelt zu erforschen und Neues zu lernen. In der Kulturellen Bildung ist sie unverzichtbar für die kreative Auseinandersetzung mit der Welt und für die bewusste Gestaltung des eigenen Lebens. Durch Unsicherheiten, Leistungsdruck sowie private, schulische, berufliche und globale Sorgen und Ängste entsteht dagegen Anspannung, die wir im Negativen als Stress und Belastung empfinden. Hier kann Kulturelle Bildung helfen, Resilienz zu stärken, unser Gleichgewicht wiederherzustellen, uns im Alltag wohlzufühlen und z. B. die Konzentration zu fördern.
Der Fortbildungstag ging diesen Spannungswechseln unter folgender Prämisse nach: das Licht ANmachen, den Lichtstrahl wandern lassen, gezielte Lichtspots setzen und das Licht ggf. auch etwas dimmen: Welche Spannungsbögen und Entspannungstechniken bietet die Kulturelle Bildung? An welche Praxisanregungen und Theorieansätze können wir in der Schule anknüpfen?
Nach einem interaktiven Warm-Up mit Katalin Pöge tauchten die teilnehmenden Lehrkräfte in Workshops mit vier Kulturpartner:innen tiefer in die Materie ein: Mit Christian Gies beim Spielen auf Handpans, mit Claudia Häne zum Philosophieren mit Kindern, mit Christiane Töwe zur Materialerfahrung Ton sowie mit Peggy Hofmann und ihren Methoden zur spannenden Entspannung im pädagogischen Alltag.