Kulturelle Profilentwicklung

Kulturelle Profilentwicklung verankert Kulturelle Bildung dauerhaft im Schul- und Kitaalltag.
Bildungseinrichtungen werden auf ihrem individuellen Weg zu einem kulturellen Profil begleitet – mit Beratung, Konzeptentwicklung und Unterstützung bei der Umsetzung. So entsteht ein lebendiges kulturelles Leitbild, das Lernen, Kreativität und Teilhabe langfristig stärkt.

Was bedeutet Kulturelle Profilentwicklung?

Kulturelle Bildung als festes Profil von Schulen und Kitas

Kulturelle Profilentwicklung unterstützt Schulen und Kitas dabei, Kulturelle Bildung dauerhaft und sichtbar im Alltag zu verankern. Sie wird nicht als einzelnes Projekt verstanden, sondern als Teil der Identität der Einrichtung – spürbar im Schul- und Kitaalltag und wirksam für alle Beteiligten.

Der KS:BAM begleitet Bildungseinrichtungen auf diesem Weg und stärkt sie dabei, ihre individuellen Potenziale zu erkennen, weiterzuentwickeln und kulturelle Bildungsarbeit langfristig im Schul- oder Kitaprogramm zu verankern.

Im Mittelpunkt stehen:

Fragen zum Programm?

Anja Hofmann
anja.hofmann@stadt.bamberg.de
0951 87-1415

Ablauf & Wirkung

Individuelle Konzepte schaffen nachhaltige kulturelle Strukturen

Ablauf

Jede Schule und jede Kita ist einzigartig – mit eigenen Stärken, Bedarfen und Entwicklungsmöglichkeiten. Im Rahmen der Kulturellen Profilentwicklung erarbeitet die jeweilige Schul- oder Kitafamilie gemeinsam mit dem KS:BAM ein individuelles und flexibles Kulturkonzept.

Dabei spielen die Projekte aus dem Kultur.Klassen‑Programm eine wichtige Rolle, ebenso die kulturpädagogische Arbeit der einzelnen Pädagogischen Fach‑ und Lehrkräfte. Alle Kinder und Jugendlichen erleben sowohl rezeptive als auch künstlerisch‑kreative Projekte in Zusammenarbeit mit außerschulischen Kulturpartner:innen und erfahren Lernen auf neue Weise.

Ein fester Bestandteil des Profils ist zudem ein jährlich stattfindender Kultur.Tag oder ein Kultur.Fest, bei dem die kulturellen Aktivitäten der Einrichtung auch öffentlich sichtbar werden, sowie die Teilnahme an vom KS:BAM organisierten Fortbildungen.

Wirkung & Nachhaltigkeit

Kulturelle Profilentwicklung wirkt langfristig und ganzheitlich.
Kulturelle Bildung wird systematisch im Schul‑ oder Kitaprogramm verankert und prägt die Einrichtung über Jahre hinweg.

Der KS:BAM begleitet den gesamten Prozess durch Beratung, Betreuung und finanzielle Unterstützung. So entsteht nicht nur ein kulturelles Angebot, sondern ein tragfähiges Profil, das Lernen, Kreativität und Teilhabe nachhaltig stärkt.

Noch Fragen?

FAQ

Der erste Schritt für die Entwicklung eines kulturellen Profils mit dem KS:BAM ist die Teilnahme der Einrichtung am Kultur.Klassen-Programm. Bereits bei der Bewerbung dafür kann die Einrichtungsleitung ihr Interesse an einer dauerhaften Verankerung der Kulturellen Bildung signalisieren.
Der KS:BAM geht dann proaktiv auf Schulen und Kitas zu, bei denen Kultur wirklich gewollt und gelebt wird und eine vertiefte Organisationsentwicklung aussichtsreich erscheint. Die Einrichtung kann sich dann zunächst für ein „Kultur.Profil“ qualifizieren und bei weitergehender Zusammenarbeit zur „Kultur.Schule / Kultur.Kita“ zertifiziert werden.

Das Programm steht grundsätzlich allen Kindertageseinrichtungen und allgemeinbildenden Schulen in Stadt und Landkreis Bamberg offen – unabhängig von der öffentlichen oder privaten Trägerschaft. Das Vorhaben muss von der gesamten Schul- bzw. Kitafamilie mitgetragen werden (Voraussetzung ist ein gemeinsamer Beschluss im Kollegium bzw. im Team).

  • Zertifizierung für vier Jahre, die Bildungseinrichtung erhält eine Urkunde und ein Schild 
  • Verankerung Kultureller Bildung als fester Bestandteil des Schulprofils
  • Zugang zu Kultur.Klassen-Projekten für alle Schüler:innen
  • Fachlicher Austausch und enge Zusammenarbeit mit dem KS:BAM: regelmäßige Beratungs- und Konzeptionstreffen, Buchung und Abwicklung von Kulturprojekten, Begleitung bei der Organisationsentwicklung, Unterstützung bei Fortbildungswünschen
  • Finanzielle Unterstützung durch den KS:BAM

Kosten: Für die Teilnahme am Programm fällt ein Eigenbeitrag an, der sich nach der Größe der Einrichtung bzw. Anzahl der Klassen/Gruppen richtet. Der KS:BAM finanziert die Aktivitäten zu ca. 60 % mit, sodass alle Klassen bzw. Gruppen in den Genuss kultureller Bildungsprojekte kommen.

Aufwand für Einrichtungen mit Kultur.Profil

  • Erarbeitung und Einhaltung eines auf die Bildungseinrichtung zugeschnittenen Kulturkonzeptes
  • Durchführung eines jährlichen Kultur.Tages oder Kultur.Festes zur Präsentation der kulturellen Aktivitäten
  • Teilnahme der Schulleitung und des Kollegiums an einem Fortbildungstag im Bereich Kulturelle Bildung (mindestens einmal innerhalb von zwei Schul- bzw. Kitajahren)
  • Teilnahme der Schulleitung und des Kollegiums an der Programmevaluation
  • Vorstellung des Schulprofils sowie Hinweis auf die Zusammenarbeit mit dem KS:BAM auf der Website der Schule
  • Bemühung um Drittmittel bzw. kostenfreie Unterstützer:innen

 

Zusätzlich gilt für Kultur.Schulen / Kultur.Kitas

  • Einrichtung einer Steuergruppe Kultur
  • jährliche Teilnahme an einem Fortbildungstag in Zusammenarbeit mit dem KS:BAM
  • eine einrichtungsinterne Inhouse-Schulung (SchiLF oder Teamtag)
  • Die Einrichtung zeichnet sich durch kulturelle Aktivitäten über die Kultur.Klassen-Projekte hinaus aus – z. B. dauerhaften Kooperationen mit Kulturinstitutionen oder die Einrichtung kreativer Nachmittags-AGs.
  • Die Kinder und Jugendlichen sind in den Prozess der Organisationsentwicklung als aktiv Gestaltende einbezogen.
  • Kultur ist der übergeordnete Fokus, andere Schwerpunkte (Sport, BNE, Ernäherung usw.) werden stets mit der Kulturellen Bildung verwoben.

Die (Re-)Zertifizierung umfasst jeweils vier Jahre. Der Umfang der Kulturprojekte variiert je nach organisatorischer und finanzieller Machbarkeit seitens der Schule wie auch seitens des KS:BAM. Als Orientierungswert sind Klassen- bzw. Gruppenprojekt im Umfang von etwa 10 x 90 Min. sowie ein größeres Gemeinschaftsprojekt pro Schul- bzw. Kitajahr avisiert.

Fragen zur kulturellen Profilentwicklung beantwortet:

Anja Hofmann
anja.hofmann@stadt.bamberg.de
0951 87-1415

Kooperationspartner:innen & Fördergebende

Rückblick

Kultur.Kinderhaus, Kultur.Schule der Stadt Bamberg und Schulen mit Kultur.Profil

Kultur.Kinderhaus

2013 begann die enge und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Kinderhaus St. Elisabeth Frensdorf, das nach der Reggio-Pädagogik arbeitet. Diese sieht das Kind als kompetentes Wesen, das seine Entwicklung selbst gestalten kann. Den Kindern werden vielfältige Möglichkeiten zum Entdecken und Erforschen der Welt geboten. Die Basis bildet ein weiter, vielfältiger Kulturbegriff. Ausgangspunkt der kulturellen Bildungsarbeit sind die Interessen der Kinder und die Impulse der Pädagogischen Fachkräfte und Kulturpartner:innen. 2016 zertifizierte der KS:BAM die Einrichtung zum Kultur.Kinderhaus. Bis heute gestalten beide gemeinsam den Fachtag Kultur in der Kita.

Kultur.Schule der Stadt Bamberg

Besonders aktiv und intensiv war in der Zeit nach der Kultur.Klassen-Pilotphase 2010–2012 die Zusammenarbeit mit der Grund- und Mittelschule Am Heidelsteig Bamberg, die sich dazu entschlossen hat, sich auf den Weg zur Kultur.Schule zu begeben. Unter Einbeziehung der Schulgremien und der gesamten Schulgemeinschaft wurde als Ziel innerer Schulentwicklung festgelegt, die Vermittlung und Erweiterung ästhetischer Kompetenzen durch teils dauerhafte Zusammenarbeit mit außerschulischen Kooperationspartner:innen zu intensivieren und zu systematisieren, um Teilhabe, Mitgestaltung und Persönlichkeitsbildung der Kinder und Jugendlichen zu fördern. Der KS:BAM stand der Schule hierbei beratend und unterstützend zur Seite und hat ihr – nach erfolgreicher Vollendung der dreijährigen Pilotphase von 2014 bis 2017 – bis 2025 den Titel „Kultur.Schule der Stadt Bamberg” verliehen.

Seit dem Schuljahr 2019/2020 nimmt die Schule am Programm „Kulturschule Bayern” des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus teil. 

Schulen mit Kultur.Profil

Durch die Zusammenarbeit mit der Grund- und Mittelschule am Heidelsteig waren auch andere Schulen daran interessiert, einen kulturellen Schwerpunkt zu setzen. So entstand das Programm „Schulen mit Kultur.Profil”, in welchem Kultur.Klassen-Projekte in allen Jahrgangsstufen eine wichtige Rolle spielen. 

2017 wurden das Förderzentrum Martin-Wiesend-Schule Bamberg, die Luitpold-Grundschule Bamberg sowie die Paradiestal-Grundschule Stadelhofen als Schulen mit Kultur.Profil zertifiziert.

2021 folgte die Grundschule Königsfeld. 2025 startete die der Grundschule Litzendorf als Schule mit Kultur.Profil.

Coming soon

Wir arbeiten aktuell an einer neuen Projektdatenbank. Sie wird in einigen Wochen online gestellt.
In der Zwischenzeit stehen wir für Fragen zu Kulturpartner:innen und Projekten gerne persönlich zur Verfügung.

Vielen Dank für dein Verständnis!