Kultur.Klassen

Das Programm Kultur.Klassen macht Kulturelle Bildung in Kitas und Schulen planbar und nachhaltig. Die Klassen/Gruppen erhalten innerhalb eines Schul-/Kitajahres regelmäßig kulturelle Impulse durch Workshops mit Künstler:innen oder Besuche in Kultur­einrichtungen. Jede Kultur.Klasse erstellt in Zusammenarbeit mit dem KS:BAM ein individuelles Programm aus einer großen Auswahl an Projektangeboten.

Was bedeutet Kultur.Klassen?

Kulturelle Bildung von Anfang an – für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Kultur erleben, kreativ sein, eigene Ausdrucksformen entdecken und gemeinsam Neues gestalten – all das stärkt junge Menschen in ihrer persönlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung.
Kulturelle Bildung eröffnet Zugänge zu Kunst und Kultur, fördert Kreativität, Selbstvertrauen und gesellschaftliche Teilhabe und begleitet Kinder und Jugendliche über viele Jahre hinweg.

Das Kultur.Klassen-Programm setzt genau hier an: Ziel ist es, Kulturelle Bildung dauerhaft und verlässlich im Alltag von Schulen und Kitas zu verankern – unabhängig von Herkunft, Bildung oder Einkommen der Eltern.

Im Mittelpunkt stehen:

Fragen zum Programm?

Wir beraten gerne persönlich.

kontakt@ksbam.de

Wichtige Dokumente (Downloads):

Ablauf & Wirkung

Regelmäßige kulturelle Impulse schaffen nachhaltige Erfahrungen und Entwicklung.

Ablauf

Im Rahmen von Kultur.Klassen erhalten teilnehmende Gruppen über zwei bis vier Jahre hinweg regelmäßig Besuch von qualifizierten Kulturpartner:innen oder besuchen selbst Kulturorte in der Region.
Beteiligt sind Krippen, Kindergärten sowie verschiedene Schulformen – von der Grundschule bis zur Berufsschule.

Aus einer umfangreichen Projekt-Datenbank wählen die Einrichtungen passende Angebote aus und stellen in Zusammenarbeit mit dem KS:BAM ihr individuelles Kulturprogramm zusammen – abgestimmt auf ihre Interessen und Bedürfnisse. 

So erleben Kinder und Jugendliche pro Schul- bzw. Kitajahr rund 20 × 90 Minuten Kulturelle Bildung.

Wirkung & Nachhaltigkeit

Kultur.Klassen wirkt weit über einzelne Projekte hinaus.
Durch die kontinuierliche und langfristige Zusammenarbeit mit Kulturpartner:innen werden kreative Prozesse angestoßen, die Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung nachhaltig begleiten.

Gleichzeitig stärkt das Programm die Einrichtungen selbst:
Kulturelle Bildung wird nicht als Zusatz, sondern als selbstverständlicher Bestandteil des pädagogischen Alltags erlebbar.

Kultur.Klassen versteht sich damit als langfristiges Bildungsprogramm mit dem Ziel, kulturelle Teilhabe fest im Leben junger Menschen zu verankern.

Noch Fragen?

FAQ

Das Programm steht allen Kindertageseinrichtungen und allgemeinbildenden Schulen in Stadt und Landkreis Bamberg offen. Neben städtischen und staatlichen Häusern sind auch private Einrichtungen teilnahmeberechtigt. Gruppen aus dem Ganztag, Horten, Jugendzentren und anderen sozialen Einrichtungen können in der Regel nicht aufgenommen werden.

Das Kultur.Klassen-Programm wird alle vier bzw. zukünftig alle zwei Jahre neu ausgeschrieben – zunächst zum Schuljahr 2027/28. Interessierte können sich über das ab Februar 2027 hier bereitgestellte Formular beim KS:BAM bewerben. Die Auswahl erfolgt durch das KS:BAM-Team anhand verschiedener Kriterien (z. B. Motivation, kulturelle Aktivität, geografische Lage).

Formale Voraussetzung für die Teilnahme ist die Zugehörigkeit zu einer Bildungseinrichtung (Schule, Kita) in Stadt und Landkreis Bamberg. Die Bewerbung muss von der Schul- bzw. Einrichtungsleitung mitgetragen werden. Für die Umsetzung muss eine feste Ansprechperson pro Kultur.Klasse/Kultur.Kindergruppe benannt werden, die die Auswahl der Projekte, die Rahmengestaltung und die Begleitung vor Ort übernimmt.

Für die Teilnahme am Programm fällt ein Eigenbeitrag von ca. 800 € pro Schul-/Kitajahr an. Das entspricht rund 35 % der Gesamtkosten, die übrigen 65 % fördert der KS:BAM. Der KS:BAM übernimmt außerdem einen Großteil der Organisation, betreut und berät die Bildungseinrichtungen, kümmert sich um Akquise und Buchung der Kulturpartner:innen und Projekte und sorgt für die vertragliche und finanzielle Abwicklung.
Die koordinierende Person in der Schule oder Kita (meist die Klassenlehrkraft und/oder Gruppenleitung) führt i.d.R. ein Jahresanfangsgespräch mit dem KS:BAM und wählt dann – gebündelt zu Beginn oder verteilt über das Schul-/Kitajahr – Projekte aus. Die Buchung und Durchführung erfolgt je nach Bedarf mehr oder weniger selbstständig bzw. unterstützt durch das KS:BAM-Team.

Pro Klasse bzw. Gruppe werden rund 20 x 90 Minuten Kultur pro Schul-/Kitajahr umgesetzt. Die Projekte können als Einzel-, Tages-, Wochen-, Monats- oder Schuljahresprojekte verwirklicht werden. Die Kultur.Klassen zeichnen sich durch Flexibilität aus, d. h. sie passen sich jeder Bildungseinrichtung und deren Bedingen und Bedarfen an.

Der KS:BAM bündelt das Angebot an kulturellen Bildungsprojekten in einer Datenbank, die den Teilnehmenden online zugänglich gemacht wird. Die Schulen und Kitas können daraus Projekte aussuchen, die sie im Laufe des Schul- bzw. Kitajahres mit ihrer Klasse bzw. Gruppe durchführen möchten. Die Buchung bedarf der Freigabe durch den KS:BAM. Sie erfolgt aktuell noch per E-Mail oder über PDF-Buchungsformulare, zukünftig soll es ein niederschwelliges Buchungsportal geben. Vor der Durchführung empfiehlt sich ein kurzes Telefonat mit der oder dem Kulturpartner:in, um Ziele, Erwartungen, Rollen und organisatorische Details zu klären (siehe Leitfaden).

Um die Qualität der Bildungsangebote und der Zusammenarbeit innerhalb der Kultur.Klassen zu sichern und weiterzuentwickeln, ist der KS:BAM dankbar für formlose Rückmeldungen an kulturklassen@ksbam.de.
Zur Dokumentation der Vielfalt freuen wir uns außerdem über (freigegebene) Fotos der Aktivitäten und ggf. Zitate der Kinder und Jugendlichen. Schicken Sie uns gerne ein oder mehrere digitale Bilder an kontakt@ks-bam.de (JPG-Format, mind. 800 x 800 Pixel, mit Copyright-Angabe). Die Fotos müssen von Urhebenden und Abgebildeten freigegeben sein. Wenn Personen zu sehen sind, bitten wir Sie um Bestätigung, dass diese/deren Eltern mit der Veröffentlichung einverstanden sind.

Jede bestehende Kultur.Klasse hat eine feste Begleitperson im KS:BAM (siehe unten). Allgemeine Fragen können Sie an unsere Funktionsadresse kontakt@ksbam.de richten, zu der alle Kolleg:innen Zugang haben.

  • Anna Huth: Förderzentrum Martin-Wiesend-Schule, Förderzentrum Von-Lerchenfeld-Schule, GS Gaustadt, GS Hainschule, GS Heidelsteig, GS Kunigundenschule, GS Luitpoldschule
  • Anja Hofmann: Adolph-Kopling-Berufsschule, GS Königsfeld, GS Litzendorf, Kinderhaus St. Elisabeth Frensdorf
  • Carola Streib: Kinderhaus Am Föhrenhain, Kinderhaus Sonnenschein Strullendorf, Kinderhaus St. Stephan, Kita St. Franziskus, LiLLAR Kita Lagarde
  • Lisa Hauke: Förderzentrum Don Bosco-Schule Stappenbach, MS Stegaurach

Kooperationspartner:innen & Fördergebende

Rückblick

Das Modellprojekt „Kultur.Klassen” wurde im Kulturamt der Stadt Bamberg in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kultur und Sport des Landkreises Bamberg und unter der Schirmherrschaft des damaligen Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus Dr. Ludwig Spaenle entwickelt.
Im September 2010 startete das Projekt in eine zweijährige Pilotphase bis Juli 2012. In ersten kulturellen Bildungsprojekten wurden wichtige Erfahrungen gesammelt, wie ein Zusammenspiel von Schule, Kulturpartner:innen und Kulturamt dauerhaft implementiert werden kann. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Eckart Liebau und dem Institut für Pädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wurden sämtliche Erfahrungen evaluiert.

2012 wurde das Kultur.Klassen-Programm mit dem begehrten MIXED UP Preis der BKJ (Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung) sowie dem SpardaZukunftspreis ausgezeichnet und im darauffolgenden Jahr beim BKM-Preis der Bundesregierung unter die 10 besten Projekte gewählt. Nach der Pilotphase konnte eine Weiterführung im Schuljahr 2012/2013 durch Stadt und Landkreis Bamberg sowie mit der freundlichen Unterstützung des Genossenschaftsverbands Bayern sichergestellt werden.

Die Kultur.Klassen sind:

  • Ein innovatives Projekt zur Kulturellen Bildung auf kommunaler Ebene.
  • Eine der ersten gezielten kommunalen Reaktionen auf die Empfehlungen der Enquete-Kommission Kultur des Deutschen Bundestages in Bayern.
  • Der Auftakt zu einer schrittweisen Institutionalisierung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und außerschulischen Kulturpartner:innen auf allen nur denkbaren strukturellen Ebenen.
  • Ein beispielhaftes, übertragbares Modell für andere Kommunen.

Ein Experiment für die Zukunft der Kulturellen Bildung ist geglückt! Hier finden Sie die Kultur.Klassen-Evaluation der Pilotphase:

Coming soon

Wir arbeiten aktuell an einer neuen Projektdatenbank. Sie wird in einigen Wochen online gestellt.
In der Zwischenzeit stehen wir für Fragen zu Kulturpartner:innen und Projekten gerne persönlich zur Verfügung.

Vielen Dank für dein Verständnis!